Ausgehen
Clubnacht in Berlin: allein hingehen, Leute kennenlernen, die richtige Laune
Welcher Club zu dir passt, steht im Club-Guide. Hier geht es um alles andere: mit welcher Laune du hingehst, was du anziehst, ob du allein gehen kannst, wo man Leute kennenlernt und was du tust, wenn die Tür nein sagt.
Allein ganz normal, am besten in Clubs mit Garten
Kennenlernen im Garten, an der Bar, in der Schlange
Plan B Tresor und KitKatClub, 4 und 2 Minuten vom U-Bahnhof Heinrich-Heine-Straße
Die richtige Laune
Eine gute Clubnacht in Berlin beginnt mit Geduld. Die Schlange kann eine Stunde dauern, die Tür sagt vielleicht nein, und drinnen braucht es oft eine Weile, bis die Musik dich packt. Wer mit festen Erwartungen kommt, wird eher enttäuscht als jemand, der neugierig ist und Zeit mitbringt. Plane die Nacht so, dass du nicht um zwei Uhr nach Hause musst, denn in vielen Clubs fängt es dann erst richtig an.
Hilfreich ist auch die Haltung, dass du Gast bist. Berliner Clubs verstehen sich als Schutzraum, in dem niemand bewertet oder fotografiert wird. Wer das respektiert, passt fast überall hin, egal wie alt oder wie gekleidet.
Was anziehen
- Bequem: Du stehst und tanzt viele Stunden, deshalb zählen gute Schuhe mehr als das Outfit.
- Unaufgeregt: Schlichte, eher dunkle Kleidung geht in den meisten Techno-Clubs. Wer aussieht wie auf dem Weg zum Junggesellenabschied, hat es an strengen Türen schwerer.
- Wenig dabei: Ausweis, etwas Bargeld, Karte, Handy. Große Taschen kosten an der Garderobe Zeit und Geld.
- Ausnahmen: Im KitKatClub hat jede Party einen eigenen Dresscode, im Matrix gehen viele eher ausgehfein. Lies vorher die Seite des Clubs.
Allein hingehen
In Berlin allein in den Club zu gehen, ist normal und fällt niemandem auf. Viele Stammgäste kommen wegen eines bestimmten DJs und treffen drinnen Bekannte. An der Tür bist du allein oft unauffälliger als in einer lauten Gruppe.
Am leichtesten ist es in Clubs mit Garten und Rückzugsorten, wo du zwischendurch draußen sitzen kannst, etwa im Sisyphos, im Kater Blau oder im ://about blank. Für den ersten Versuch eignen sich mittwochs die „New Faces“ im Tresor und Konzerte im SO36, weil dort die Musik im Mittelpunkt steht und niemand fragt, mit wem du da bist. Alle Clubs mit Weg und Tür stehen im Club-Guide.
- Bescheid sagen: Sag jemandem, wo du bist und wann du ungefähr zurück sein willst.
- Akku voll: Ein geladenes Handy brauchst du für den Heimweg, nicht für Fotos.
- Getränk im Blick: Lass dein Glas nicht unbeaufsichtigt stehen und nimm nichts von Fremden an.
- Awareness-Team: Wenn dich jemand bedrängt oder es dir nicht gut geht, sprich das Personal oder das Awareness-Team an.
Wo man Leute kennenlernt
Auf dem Dancefloor wollen die meisten tanzen und nicht reden. Gespräche entstehen eher dort, wo man ohnehin wartet oder verschnauft: im Garten, im Raucherbereich, an der Bar, an der Garderobe und schon in der Schlange vor dem Club. Eine Frage zur Musik, zum DJ oder zum Club ist ein besserer Anfang als jede Anmache.
Ein Nein gilt sofort, und wer nicht angesprochen werden will, zeigt das meist deutlich. Am Sonntagnachmittag ist die Stimmung in vielen Clubs entspannter und gesprächiger als um drei Uhr nachts, gerade in den Gärten.
Der Ablauf einer Nacht
- Vorher: Iss etwas Richtiges und schlaf vor, wenn du bis in den Morgen bleiben willst.
- Ankommen: Vor Mitternacht ist in vielen Clubs wenig los. Schau vorher, wann die Party beginnt und wer auflegt.
- Drinnen: Erst einmal herumgehen und die Floors kennenlernen, dann dort bleiben, wo dir die Musik gefällt.
- Wasser und Pausen: Trink zwischendurch Wasser und geh an die frische Luft, die Nacht ist lang.
- Raus und wieder rein: Wiedereinlass ist nicht überall möglich. Frag an der Tür, bevor du kurz rausgehst.
Wenn die Tür nein sagt
Nicht diskutieren, nicht noch einmal anstellen, einfach weiterziehen. In Berlin liegen viele Clubs nah beieinander: Vom U-Bahnhof Heinrich-Heine-Straße sind es zum KitKatClub etwa 2 und zum Tresor etwa 4 Minuten zu Fuß. Am Ostkreuz erreichst du das ://about blank in etwa 5 und die Renate in etwa 12 Minuten. Und wer gar keine Lust mehr auf Türen hat, findet in Bars und Kneipen in Berlin Orte mit DJ ohne strenge Auswahl.
Der Tag danach
Wer erst am Sonntagmittag aus dem Club kommt, will selten noch Museen sehen. Ideen für einen ruhigen Tag mit Flohmarkt, Frühstück und Wasser stehen in Sonntag in Berlin, wie du nachts sicher nach Hause kommst, in BVG verstehen in 10 Minuten.