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Kieznah.

Ringbahn-Serie · Teil 5

Ringbahn, Teil 5: von Gesundbrunnen bis Frankfurter Allee

Im Norden und Osten fährt die Ringbahn durch die Geschichte des geteilten Berlins: ein Bunker aus dem Krieg, eine Kirche aus dem Herbst 1989, ein Planetarium aus den letzten Jahren der DDR und die Zentrale der Stasi. Danach schließt sich der Kreis am Ostkreuz.

Kieznah · Ringbahn-Serie · Lesezeit ca. 7 Minuten · Stand: Oktober 2026

Abschnitt Gesundbrunnen bis Frankfurter Allee, 7 Stationen

Richtung Im Uhrzeigersinn mit der S41

Gut für Zeitgeschichte, Aussicht, Regentage

Gehzeiten Gemessen auf Fußwegen von OpenStreetMap

15 Gesundbrunnen · Aussteigen lohnt

Großer Bahnhof, und gleich daneben ein Park mit Bunker und Aussicht.

vom Bahnhof zu Fuß etwa 4 Minuten

Berliner Unterwelten

Der Verein führt von der Brunnenstraße 105 aus durch Bunker und Tunnel unter der Stadt. Tickets vorher online buchen.

vom Bahnhof zu Fuß etwa 8 Minuten

Humboldthain und Flakturm

Der Park wurde am 14. September 1869 begonnen, dem 100. Geburtstag Alexander von Humboldts. Im Krieg entstand hier 1941/42 ein Flakturm, aus dessen Trümmern die Humboldthöhe wurde. Oben gibt es eine Aussichtsplattform, innen die Führungen der Berliner Unterwelten. Im Rosengarten des Parks steht eine Diana-Figur aus Bronze.

vom Bahnhof zu Fuß etwa 26 Minuten

Gedenkstätte Berliner Mauer

An der Bernauer Straße zeigt die Gedenkstätte ein erhaltenes Stück Grenzanlage. Zu Fuß ein längerer Weg, dafür entlang der Brunnenstraße.

16 Schönhauser Allee · Aussteigen lohnt

Prenzlauer Berg beginnt hier, mit einem Ort, der 1989 Geschichte schrieb.

vom Bahnhof zu Fuß etwa 3 Minuten

Gethsemanekirche

Die Kirche von 1893 wurde im Herbst 1989 zum Zentrum des Protests. Ab dem 2. Oktober hielten Menschen hier eine Mahnwache für politische Gefangene, Hunderte kamen jeden Abend zu den Gottesdiensten, und Tausende Kerzen bedeckten den Platz davor.

vom Bahnhof zu Fuß etwa 20 Minuten

Mauerpark

Sonntags ist hier Flohmarkt, und in der warmen Jahreszeit gibt es oft Karaoke im Amphitheater, verlassen solltest du dich darauf nicht. Unter der Woche ist der Park viel ruhiger.

Der Klassiker

Der Mauerpark am Sonntag

Flohmarkt, Karaoke, Tausende Menschen.

Kieznah-Tipp

Die Humboldthöhe am Morgen

Die Treppen auf den alten Flakturm hinauf, oben fast allein, und ganz Berlin liegt vor dir. Danach ein Kaffee im Brunnenviertel.

17 Prenzlauer Allee · Aussteigen lohnt

Ein Ziel, direkt am Bahnhof.

vom Bahnhof zu Fuß etwa 4 Minuten

Zeiss-Großplanetarium

Das Planetarium wurde im Oktober 1987 zur 750-Jahr-Feier eröffnet, als einer der letzten repräsentativen Bauten der DDR. Seit der Modernisierung 2014 bis 2016 projiziert ein neuer Sternprojektor den Himmel auf die Kuppel mit 23 Metern Innendurchmesser. Ideal für Regentage.

18 Greifswalder Straße · Aussteigen lohnt

Ein Denkmal aus der DDR und ein Märchenpark.

vom Bahnhof zu Fuß etwa 8 Minuten

Ernst-Thälmann-Denkmal

Der sowjetische Bildhauer Lew Kerbel schuf den rund 14 Meter hohen Bronzekopf, enthüllt 1986 zum 100. Geburtstag Thälmanns, gegossen aus etwa 50 Tonnen Bronze. Heute steht er unter Denkmalschutz, der Bezirk hat ihn mit einer historisch-kritischen Kommentierung versehen.

vom Bahnhof zu Fuß etwa 26 Minuten

Märchenbrunnen

Im Volkspark Friedrichshain sitzen Figuren aus Grimms Märchen am Wasser. Auf dem Weg dorthin kommst du durch das Bötzowviertel.

19 Landsberger Allee · Zum Umsteigen

Hier steigst du für Sport und Konzerte aus.

vom Bahnhof zu Fuß etwa 6 Minuten

Velodrom und Schwimmhalle

Der französische Architekt Dominique Perrault plante beide Hallen für die Berliner Olympiabewerbung 2000. Sie liegen fast vollständig in einem Hügel versenkt, nur die flachen Dächer ragen etwa einen Meter aus einer Wiese mit Apfelbäumen. Das Velodrom wurde 1997 fertig, die Schwimmhalle 1999.

20 Storkower Straße · Zum Durchfahren

Wohnhäuser und Gewerbe. Weiterfahren.

21 Frankfurter Allee · Aussteigen lohnt

Die letzte Station vor dem Ostkreuz, mit einem Ort, der unter die Haut geht.

vom Bahnhof zu Fuß etwa 10 Minuten

Samariterkiez

Ruhige Altbaustraßen rund um die Samariterkirche, mit kleinen Cafés, ein guter Ort für eine Pause.

vom Bahnhof zu Fuß etwa 14 Minuten

Stasimuseum

Im Haus 1 der früheren Zentrale des Ministeriums für Staatssicherheit sind die Büros von Minister Erich Mielke so erhalten, wie sie am 15. Januar 1990 versiegelt wurden, als Bürger das Gelände stürmten. Heute ist das Areal ein Campus für Demokratie. Zeiten und Preise auf stasimuseum.de.

Keine bezahlten Erwähnungen. Quellen: Bezirksamt Mitte und visitBerlin zum Humboldthain, Berliner Unterwelten, Bundesregierung und visitBerlin zur Gethsemanekirche, Stiftung Planetarium Berlin, Bezirksamt Pankow zum Ernst-Thälmann-Park, berlin.de zum Velodrom, Robert-Havemann-Gesellschaft und berlin.de zum Stasimuseum, unser Kiez-Atlas. Gehzeiten berechnet mit OpenStreetMap-Daten (routing.openstreetmap.de). Zeiten können sich ändern, bitte vor dem Besuch prüfen. Stand: Oktober 2026.